Wüstungen

Wüstungen

Die Zahl der wüsten Dörfer in der Nähe Marzhausens und Hebenshausens ist außerordentlich groß. über die Ursache des Eingehens haben wir leider keine Nachrichten. Vielleicht ist die unsichere Lage an der niedersächsischen-hessischen Grenze während des fehdereichen späten Mittelalters für die Bewohner dieser sicher nur ganz kleinen Dörfer der Anlass gewesen, sich in den Nachbarortschaften anzusiedeln.

Bremenrode lag auf einem Hügel zwischen Hebenshausen und Marzhausen, wo eine Feldlage des Küsterschen Gutes noch jetzt den alten Dorfnamen führt. Im Jahre 1384 belehnte Graf Hermann von Everstein den Ritter Hans von Berlepsch mit Gütern in Bremenrode. Seit 1443 war die Wüstung Lehen der von Bischoffshausen. 1571 hatte Hans Olibut (aus Marzhausen?) die Zehnten von Bremenrode und Eilerswende für 6 Taler als plessisches Lehen.

Hackelberg hat an oder auf dem gleichnamigen, 338 Meter hohen Berge zwischen den Dörfern Marzhausen und Berge gelegen. Mit dem dortigen Zehnten wurde nach dem Erlöschen der von Plesse der Kammermeister zu Kassel von den Landgrafen zu Hessen belehnt. Die Flur des wüsten Dorfes kam zur Feldmark Hebenshausen.

Ellerswende hat zwischen Marzhausen und Bremenrode gelegen. Die Länderei schoß nach einer Nachricht von etwa 1600 auf das Buchholz, vor dem Hackelberge her und bis auf den Hohlenstein. Letzterer hat den Namen von einer Höhle im Kirschenberge des Gutes. Um die Mitte des 16. Jahrhunderts war von dem Dorfe noch ein Stück Mauerwerk von der Kirche vorhanden.

Weitere Wüstungen: Gerwardeshusen, Steinberg, Wickershausen und Wetzelstein.