Geschichte Kirchen

Die Kirche Hebenshausen

Die Hebenshäuser Kirche scheint sehr alt zu sein. Der Turm mit seinen über ein Meter dicken Mauern weist im Süden ein altes Spitzbogenportal auf und ein etwa 5 m hohes Kreuzgewölbe, dessen Rippen ein Meter über der Erde in Konsolen endigen. Zum Kirchenboden führt eine alte Spitzbogentür. Schmale Mauerschlitze an der Südseite des Turmes, die wohl ehemals als Schießscharten dienten, liegen in drei Stockwerken übereinander. Ein Loch neben dem Eingange war jedenfalls für den Riegel bestimmt.

Alle diese Merkmale kennzeichnen den Turm als mittelalterliche Festung, wo die Bewohner bei Fehden und in den Kriegen Schutz vor den Feinden suchten.
Von den Kirchenglocken, die ebenfalls schon sehr alt sind, mußte die größte Glocke abgegeben werden und wurde eingeschmolzen.

Im Frühjahr 1956 wurde die Inneneinrichtung der Kirche erneuert. Die beiden in den Kirchenraum hineinragenden Emporen wurden verkürzt und die Gemälde, die sich als nicht wertvoll erwiesen, wurden überstrichen.


Am 3. Juni 1956 wurde die neu restaurierte Kirche mit einem feierlichen Gottesdienst von Dekan Lic. Spieß und Pfarrer Hunze neu geweiht.

Die katholische Gemeinde in Neu-Eichenberg

Nach dem Ende des Krieges, im Jahre 1945, wurde in Hebenshausen und Umgebung durch die vielen Vertriebenen und die Flüchtlinge aus der Ostzone eine große Zahl Katholiken ansässig. In den ersten Nachkriegsjahren wurde der katholische Gottesdienst abwechselnd in den evangelischen Kirchen der Gemeinden Eichenberg und Hebenshausen abgehalten. Im Jahre 1953 kaufte die katholische Kirche den von Frau Henschel errichteten Kindergarten und gestaltete ihn zu einem Gotteshaus um.

Durch den Vorbau eines Hochchores und die Herausnahme einer Decke wurde ein langer hoher Raum geschaffen, der als Gottesdienstraum ausgestaltet wurde. An der linken Seite entstand durch Einbeziehung eines weiteren Raumes ein kleines Querschiff. In diesem Raume werden während der Gottesdienste die Kinder sitzen und von der Seite auf den Hochaltar blicken können.

Am 6. November 1956 wurde die neue Kirche von Domkapitular Hunstiger, Fulda, im Auftrage des Bischofs von Fulda, dem heiligen Joseph geweiht. Von der Geistlichkeit waren der Lagerpfarrer von Friedland, Monsignore D. Krahe, Pfarrer Schramm und die Kaplane Montag und Koch anwesend.

Die Innenausgestaltung der schlichten Kirche wird erst im Laufe des Jahres 1957 erfolgen können. Die Kirche soll noch ausgemalt werden und ein Altarbild erhalten.