Geschichte Neu-Eichenberg

Karte von der ehemaligen Gemeinde Hebenshausen

Nach einer Zeichnung von Hans-Dieter Meier von 1955

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Mühlen

Hellemühle, lag rund 1,1 km südwestlich vom Schloss Arnstein, unterhalb der Stelle, wo dem Mannsbach das Gewässer aus dem Eisenbahntunnel der Linie Bad Sooden-Allendorf - Göttingen zufließt. Das zum Betrieb benötigte Wasser wurde dem Mannsbach entnommen. Der Antrieb des Werkes erfolgte durch ein oberschlächtiges Wasserrad. Seit 1888 wird die Hellemühle nicht mehr betrieben.

 

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Die neue Mittelpunktschule

Im September 1953 beschlossen die Gemeindevertreter der Gemeinden Eichenberg, Hebenshausen und Berge eine Mittelpunktschule zu bauen. Es wurde zu diesem Zweck ein Gesamtschulverband gebildet, dem diese Gemeinden und die Ortsstellen Eichenberg Bhf, Arnstein und Neuenrode angehören. Die Beschlussfassung der Gemeindevertreter erfolgte in getrennten Sitzungen.

"Wahnsinn!"

Gedanken zum 20. Jahrestag der Grenzöffnung
von Sven Schreivogel

Neu-Eichenberg. Meine Güte, wie die Zeit vergeht! 20 Jahre sind vergangen, seit ich einen Brief an meinen Onkel, der im kanadischen Vancouver wohnt, schreiben wollte. Er war 1957 mit Frau und Kind in die Provinz British Columbia ausgewandert. Trotzdem hatte er sich – als gebürtiger Berliner – immer für die Entwicklung seiner Heimat interessiert. Am Morgen des 12. Novembers 1989 saß ich (damals gerade 17 Jahre alt) am Schreibtisch und versuchte, das Geschehen dieser Tage in Worte zu fassen. Die Berliner Mauer, Symbol für die deutsche Teilung, war gefallen. An allen Übergängen entlang der deutsch-deutschen Grenze herrschte Ausnahmezustand. Mein Vater, Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr, musste zum Einsatz nach Herleshausen – und konnte nach seiner Rückkehr vor lauter Tränen kaum was her ohne Führerschein, legte ich die etwa drei Kilometer zu Fuß zurück. Das Bild werde ich nie vergessen:

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Wüstungen

Die Zahl der wüsten Dörfer in der Nähe Marzhausens und Hebenshausens ist außerordentlich groß. über die Ursache des Eingehens haben wir leider keine Nachrichten. Vielleicht ist die unsichere Lage an der niedersächsischen-hessischen Grenze während des fehdereichen späten Mittelalters für die Bewohner dieser sicher nur ganz kleinen Dörfer der Anlass gewesen, sich in den Nachbarortschaften anzusiedeln.

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Die niedersächsisch-mitteldeutsche Grenze an der unteren Werra

Bei Niedergandern tritt die Leine, nachdem sie der Enge des eichsfeldischen Berglandes entronnen ist, auf hannoversches Gebiet. Nur eine gute Stunde weit von hier fließt die Werra. Die beiden Flüsse nähern sich an dieser Stelle also bis auf eine geringe Entfernung. Eine von beiden Seiten her langsam ansteigende Wasserscheide trennt sie.
Drei Provinzen berühren sich in diesem schmalen Streifen zwischen Werra und Leine: Sachsen, Hannover und Hessen-Nassau. An den nicht weit vom Eichenberger Bahnhofe gelegenen Schmiedeköpfen stoßen sie zusammen. Hannover und Hessen waren bis 1866, das zu Kurmainz gehörige Eichsfeld bis zum Jahre 1803 selbständig, während heute alle drei Gebiete dem Staate Preußen angehören. An jener Stelle, wo sich das Eichsfeld mit den beiden anderen Ländern berührte, stand einst ein Grenzstein mit den Buchstaben K.F.H. (Kurfürstentum Hessen), K.P. (Königreich Preußen) und K.H. (königreich Hannover). Es lebt im Munde des Volkes fort, daß sich an diesem Stein mitunter die Lehrer der Ortschaften Reckershausen, Hohengandern und Eichenberg trafen, um darauf Karten zu spielen - der Hesse mit dem Hannoveraner und dem Preußen (Eichsfelder) , der Reformierte mit dem Lutheraner und dem Katholiken. Und jeder saß in seinem Lande!

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Der Streit um die Konfessionen

Die St.Martin geweihte Bischhäuser Kirche ist scheinbar die Urpfarrei und später der geistige Mittelpunkt der umliegenden Orte gewesen. 1357 wird der Stuhl, "sedes“, Bischhausen genannt, zu dem damals Berge als Vizepfarrei und andere Pfarreien gehörten. Wahrscheinlich sind auch Unterrieden und Eichenberg Tochterkirchen von Bischhausen gewesen. Hebenshausen und Neuenrode haben allen Anschein nach schon damals zum Kirchspiel Berge gehört.

 

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Die Landschaft

Hebenshausen liegt im Gebiet der Wasserscheide von Werra und Leine. Nur ein Fußmarsch von einer knappen Stunde trennt die beiden Flüsse. Die Gegend ist außerordentlich hübsch und wird ringsum von waldigen Bergen eingerahmt. Dicht am Ort vorbei führt die uralte Heerstraße von Göttingen nach Witzenhausen, die heutige Bundesstraße 27. Diese Bundesstraße stellt eine wichtige Verbindung zwischen dem Norden und dem Süden der Bundesrepublik her.
Die Gemeinde liegt im nördlichen Teil des Kreises Werra-Meissner und gehört zum Land Hessen. Die Gemarkung grenzt im Nordosten und Osten an das Land Niedersachsen und ragt im Südosten an Thüringen heran.

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